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#208 - Scanner-Persönlichkeit erkennen: 7 Alltagsmomente, in denen du dich wiederfindest

Shownotes

Zehn angefangene Bücher, zwanzig offene Tabs und keine kurze Antwort auf die Frage „Was machst du so?“ In dieser Folge erfährst du, woran du eine Scanner-Persönlichkeit im Alltag erkennst und was die Karriereberaterin Barbara Sher mit Scannern und Tauchern meint.


Sieben Alltagsmomente zum Wiedererkennen:

– Mehrere angefangene Bücher und viele offene Browser-Tabs

– Die Frage „Was machst du so?“, auf die eine kurze Antwort kaum passt

– Ein Projekt verliert seinen Reiz, sobald du verstanden hast, wie es funktioniert

– Im Schrank oder Keller sammeln sich Spuren früherer Interessen

– Dein Lebenslauf verbindet ganz unterschiedliche Tätigkeiten und Lernwege

– Im Job wird Routine anstrengend, wenn neue Herausforderungen fehlen

– Eine späte Idee begeistert dich und steht am nächsten Morgen neben vielen anderen


Drei Impulse für deinen Alltag:

– Halte Ideen in einem Ideenbuch fest, ohne daraus sofort eine Verpflichtung zu machen

– Frag dich, was du mit einem Projekt lernen wolltest. Vielleicht hast du dieses Ziel längst erreicht

– Schau regelmäßig zurück auf alles, was du gelernt und ausprobiert hast


Wichtig zur Einordnung: Scanner-Persönlichkeit ist keine Diagnose. Manche Merkmale überschneiden sich mit ADHS. Wenn dich Konzentrationsprobleme im Alltag stark einschränken oder du unsicher bist, lass das bitte fachlich abklären. Mehr dazu in Folge 205 „Bin ich hochsensibel oder habe ich ADHS?“.


Eine Frage zum Mitnehmen: Welcher der sieben Momente hat dich am meisten berührt?


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Transkript anzeigen

00:00:00: Schön, dass du da bist und auch von mir ein fröhliches Hallo.

00:00:04: Heute geht es um eine Frage die mir in Gesprächen immer wieder begegnet.

00:00:07: Meistens kommt sie ganz vorsichtig fast ein bisschen verschämt.

00:00:12: Kann es sein das mit mir etwas nicht stimmt?

00:00:16: Ich interessiere mich für so vieles ich fange ständig Neues an und irgendwie bringe nichts richtig zu Ende.

00:00:24: Wenn Du dir diese Frage auch schon gestellt hast bist Du heute genau richtig.

00:00:29: Vielleicht ist mit Dir Nämlich alles in Ordnung, vielleicht bist du einfach nur eine Scanner-Personlichkeit.

00:00:36: Dem Begriff hat die amerikanische Karriereberaterin Barbara Scher geprägt In ihrem Buch das auf Deutsch Du musst dich nicht entscheiden wenn du tausend Träume hast heißt beschreibt sie Menschen Die sich für viele Themen gleichzeitig begeistern und die das Neue Das Lernen und das Entdecken regerecht brauchen.

00:00:56: Sie hat diese Menschen Scanner genannt weil sie die Welt abtasten wie ein Scanner Sie gehen von Thema zu Thema und nehmen von überall etwas mit.

00:01:05: Was eine Scanner-Persönlichkeit grundsätzlich ausmacht, habe ich dir schon in Folge drei erklärt.

00:01:10: Heute möchte ich es ganz praktisch machen!

00:01:13: Ich nehme dich mit im sieben Alltagsmoment und lade dich ein bei jedem einzelnen Kurz in dich hineinzuräuchen und zu fragen, kenne ich das?

00:01:24: Moment eins – der Nachttisch.

00:01:27: Schau mal auf deinen Nachttischen oder die Ablage neben deinem Bett Oder vielleicht auch nur auf deinen E-Reader.

00:01:34: Wie viele Bücher liegen da gerade angefangen?

00:01:37: Bei vielen Scanners sind es oft mehr als zwei oder drei.

00:01:41: Da liegt ein Roman neben einem Buch über Pilze, daneben einen Ratgeber zur Selbstständigkeit und ganz unten ins Über die Geschichte Venedigts.

00:01:51: Die Lesezeichen stecken irgendwo in der Mitte manchmal schon im ersten Dritte.

00:01:55: Im Browser sieht das endlich aus zwanzig offene Tabs und jeder davon ist ein kleines Versprechen.

00:02:02: Das lese ich noch, das schaue ich mir später genauer an!

00:02:07: Für Außenstehende sieht es nach Unordnung aus.

00:02:10: Für dich fühlt es sich oft ganz anders an.

00:02:13: Jedes dieser Bücher hat Dich in dem Moment, indem Du es angefangen hast wirklich gepackt.

00:02:18: Du warst ehrlich interessiert und dann kam das nächste Thema und das hatte ich genauso gepacket.

00:02:25: Moment zwei die Frage auf der Party.

00:02:29: Du stehst auf einer Feier, ein Glas in der Hand und jemand fragt dich ganz harmlos.

00:02:34: Und was machst du so?

00:02:37: Für viele Menschen ist es eine einfache Frage!

00:02:39: Für Scanner fühlt sich das manchmal an wie eine kleine Prüfung.

00:02:43: Was soll ich denn jetzt sagen – den Job, den ich gerade habe, das, was ich eigentlich viel lieber mache, die Projekte, die ich nebenbei verfolge oder das, Viele Scanner antworten dann mit dem Kürzesten, was ihnen einfällt und fühlen sich hinterher irgendwie falsch verstanden.

00:03:00: Die kurze Antwort stimmt zwar sie zeigt aber nur einen ganz ganz kleinen Ausschnitt von dir.

00:03:07: Moment Nummer drei der Moment in dem die Luft raus ist.

00:03:14: Du hast dich in ein neues Thema gestürzt sagen wir.

00:03:18: du lernst aquarell mal wochenlang schaust du Videos kaufs Papier und Pinsel und übst jeden Abend Und irgendwann merkst du, ich hab's verstanden.

00:03:30: Ich weiß jetzt wie das funktioniert mit dem Wasser den Farben und den Übergängen.

00:03:34: Genau in diesem Moment ist die Luft raus Einfach so Die Pinsel bleiben liegen.

00:03:40: Viele Scanners schämen sich für diesen Moment.

00:03:42: Sie halten ihn für den Beweis dass sie nicht durchhalten.

00:03:46: Barbara Cher hat dazu etwas beschrieben Dass ich unglaublich entlasten finde.

00:03:50: Für viele Scanner liegt die Belohnung um Lernen.

00:03:52: selbst Wenn Du verstanden hast wie es funktioniert Hast Du bekommen wofür du gekommen bist.

00:03:59: Dann bist du in gewisser Art und Weise fertig, auch wenn kein fertiges Bild an der Wand hängt.

00:04:06: Moment Nummer vier – Der Keller oder der Schrank die Abstellkammer, die hinterste Schublade.

00:04:14: Bei vielen Scanners gibt es einen Ort, an dem sich die Spuren vergangener Leidenschaften sammeln eine Nähmaschine, eine Ukulele ein Schnittsmesser Laufschule, die einmal für einen Halbmarathon gedacht waren und so weiter.

00:04:34: Ein Durr in diesem Ort denkst.

00:04:36: Spürst du vielleicht ein kleines Ziehen im Bauch?

00:04:39: Vielleicht hast du auch gehört dass ich gerade lächeln musste also... Ich habe mehrere solche Horte!

00:04:45: Und dieses Ziehen ist so'n Gemisch aus schlechten Gewissen-und Wehmut.

00:04:50: das ganze Geld die vielen Anwänge.

00:04:53: Und ich möchte mit dir einen anderen Blick auf diesen Keller dieses Atelier oder dieses Archiv, oder diesen Ort einfach mal quasi anbieten.

00:05:05: Er ist nämlich auch ein Archiv.

00:05:06: Jedes Teil darin steht für etwas das du gelernt hast und das heute zu dir gehört.

00:05:12: Vielleicht holst du die Ukulele nie wieder raus?

00:05:15: Du weißt jetzt trotzdem wie sich Akkorde unter den Fingern anführen... ...und das nimmt hier niemand mehr!

00:05:22: Moment Nummer fünf der Lebenslauf.

00:05:27: Du sitzt an einer Bewerbung und schaust auf deinen Lebenslauf.

00:05:30: Er sieht aus wie ein Flickenteppich, eine Ausbildung deiner Studium in einer ganz anderen Richtung, ein paar Jahre etwas völlig anderes, eine Weiterbildung, eine Phase der Selbstständigkeit.

00:05:42: Und im Vorstellungsgespräch kommt dann die Frage Wo sehen sie sich in fünf Jahren?

00:05:49: Ehrlich gesagt weißt du nicht einmal wo du dich in fünf Monaten ansiehst.

00:05:53: Planlos bist du deshalb noch lange nicht dass sich in fünf Monaten schon etwas faszinieren könnte, von dem du heute noch gar nichts weißt.

00:06:02: Was viele Scanner dabei übersehen – dieser Flickenteppich ist seine Stärke!

00:06:06: Du verbindest Wissen aus Bereichen die anderen nie zusammenbringen würden.

00:06:11: Du erkennst Zusammenhänge weil du schon an so vielen Stellen warst.

00:06:15: In Teams sind Scanner oft genau die Menschen, die eine Brücke zwischen Abteilungen schlagen, die sonst kaum miteinander reden.

00:06:23: Moment Nummer sechs Monat achtzehn im Job.

00:06:28: Der neue Job war großartig, alles war spannend.

00:06:31: du hast unglaublich viel gelernt und was motiviert?

00:06:34: wie lange nicht?

00:06:36: Irgendwann bei vielen nach einem bis zwei Jahren gibt es die Abläufe kennst du im schlaf die Herausforderungen wiederholen sich Und du merkst wie du morgens immer schwerer aus dem Bett kommst.

00:06:48: Von außen sieht alles gut aus netter Chef tolle Kolleginnen und Kollegen Sicheres Gehalt und du fragst dich Was eigentlich los mit mir?

00:06:57: Warum kann ich nicht einfach zufrieden

00:06:58: sein?".

00:07:00: Für Scanner ist Routine oft echte Schwerstarbeit.

00:07:04: Wenn nichts Neues mehr kommt, fehlt dem Kopf etwas.

00:07:07: Einfach was, was ihn wachhält!

00:07:09: Diese Lehre nach der Lernphase zeigt ja ziemlich genau, was du brauchst damit Arbeit für dich lebendig bleibt.

00:07:16: Mehr Abwechslung und neue Aufgaben – etwas das du dir noch erschließen darfst.

00:07:22: Moment sieben Die Idee um halb zwölf.

00:07:27: Es ist spät, eigentlich wolltest du längst schlafen und dann beim Zähneputzen kommt sie die Idee ein online Kurs, ein kleiner Laden eine Reise bei der Du alles über Keramik in Portugal ärzt.

00:07:41: Dein Herz schlägt schneller dein Kopf ist hellwach Und am liebsten würdest du sofort loslegen.

00:07:47: Am nächsten Morgen liegt die Idee daneben all den anderen Ideen der letzten Wochen und fragst Dich welche davon Soll ich denn jetzt eigentlich machen?

00:07:57: Dieses Gefühl von den eigenen Ideen überrollt zu werden, kennen ganz viele Scanner.

00:08:03: Es fühlt sich an wie ein Reichtum und gleichzeitig wie eine Last!

00:08:07: Wenn ihr das sehr vertraut ist dann hört ihr gerne auch mal meine Folge über Verzettlung an... ...und in Folge vierzig über das Gedankenkarusall.

00:08:19: Und jetzt mal ganz ehrlich, bei wie vielen dieser Momente hast du

00:08:22: genickt?!

00:08:24: Wenn du dich in mehreren davon wiedergefunden hast, spricht einiges dafür, dass du eine Scanner-Personlichkeit bist.

00:08:30: Viele Menschen mit denen ich arbeite sind übrigens beides – scanner und hochsensibel.

00:08:35: Das eine verstärkt das andere oft weil du viele Interessen hast und gleichzeitig alles sehr intensiv aufnimmst.

00:08:43: Zwei Dinge möchte ich dir an dieser Stelle mitgeben.

00:08:46: Das erste, Scanner sein ist keine Diagnose.

00:08:49: Es ist eine Beschreibung dafür wie manche Menschen denken, lernen und sich begeistern.

00:08:55: Einiges überschneidet sich auf den ersten Blick mit ADHS zum Beispiel das viele Anfangen oder die Ablenkbarkeit.

00:09:02: Wenn du da unsicher bist oder wenn dich Konzentrationsprobleme im Alltag wirklich stark einschränken, lasst es bitte fachlich abklären.

00:09:10: In Folge zweihundert fünf habe ich mir den Unterschied zwischen Hochsensibilität und adhs genauer angeschaut und vieles davon hilft dir auch beim einorten Halsscanner.

00:09:21: Als Zweites und das finde ich fast noch wichtiger, mit dir ist nichts falsch.

00:09:25: Du funktionierst anders als Menschen die ein Thema ihr Leben lang verfolgen.

00:09:30: Barbara Schern nennt diese Menschen Taucher.

00:09:33: Sie gehen tief in einen Thema hinein und bleiben dort.

00:09:36: Die Welt braucht beide Taucher und Scanner.

00:09:40: Schwierig wird es vor allem dann wenn du dich als Scanner ständig mit dem Maßstab eines Tauchers misst.

00:09:47: Was dir am Alltag helfen kann möchte ich dir zum Schluss noch mitgeben.

00:09:52: Erstens ein Ideenbuch.

00:09:55: Barbara Scher empfiehlt Scannern, einen Notizbuch zu führen in dem jede Idee reinkommt oder rein darf ohne Bewertung, ohne Plan und ohne Verpflichtungen.

00:10:05: schon das Aufschreiben nimmt auf den Druck sofort Handel zu müssen.

00:10:09: die Idee ist dann gesichert und nichts geht verloren Und du kannst in Ruhe schlafen gehen.

00:10:15: Zweitens fertig neu definieren.

00:10:20: Frag dich bei jedem Projekt, was wollte ich hier eigentlich bekommen?

00:10:24: Wenn die Antwort lautet das du verstehen wolltest wie etwas geht und du hast es verstanden darfst du das Projekt mit gutem Gewissen abschließen.

00:10:33: Schreibe es dir ruhig auf!

00:10:36: Aquarellmalen gelernt wie Farbverläufe funktionieren erledigt.

00:10:41: Drittens regelmäßig zurückschauen.

00:10:45: Viele Scanners sehen vor allem was sie nicht beendet haben.

00:10:48: dabei holte sich ab und zu bewusst festzuhalten, was du alles gelernt und ausprobiert hast.

00:10:54: Genau dafür eignet sich mein Coaching-Kalender klare Kante!

00:10:58: Er hat Raum für eine Wochen- und Tagesplanung, für Reflexion und für ein Visionboard – er hilft dir, deine vielen Themen zu sortieren ohne dass du dich für eins entscheiden musst.

00:11:10: Den Link findest Du in der Schaunots oder auf meiner Website frausensibel.de.

00:11:15: Wenn du jetzt wissen möchtest, wie stark die Scanner Anteile bei dir ausgeprägt sind, mach gerne meinen kostenlosen Scanner-Test auf frausensibel.de.

00:11:23: Der dauert nur ein paar Minuten und bekommst direkt dein Ergebnis.

00:11:27: Und wenn du gerade an einem Punkt stehst, an dem du nicht weißt wohin mit all deinen Interessen egal ob beruflich oder privat dann lass uns einfach sprechen.

00:11:36: In einem kostenlose Orientierungsgespräch schauen wir gemeinsam was dich gerade beschäftigt und welcher nächste Schritt zu dir passt.

00:11:43: Den Link zur Buchung findest du ebenfalls in den Schauenurz.

00:11:47: Und falls Du Dich mit anderen austauschen möchtest, die ähnlich ticken wie Du in meiner kostenfreien Frau-Sensibel-Community bekommst Du jede Woche einen Impuls ein Check In und eine kleine Challenge.

00:11:59: Da bist Du mit all Deinen Interessen.

00:12:01: herzlich willkommen!

00:12:04: Bevor Du jetzt gehst noch eine kleine Frage für die nächsten Tage Welcher der sieben Momente hatte ich heute am meisten berührt?

00:12:12: Nimm Ihn mit und schau was er dir über dich erzählt.

00:12:16: Ich freue mich, wenn du nächste Woche wieder reinwirst denn das war es dann auch schon wieder für heute mit Frau Sensible.

00:12:22: ich wünsche dir viel Spaß beim Endlich Selbstwerden!

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