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#198 - Wenn plötzlich alles zu viel ist

Shownotes

Kennst du das? Eigentlich ist nichts Schlimmes passiert – und trotzdem ist plötzlich alles zu viel. Das Licht zu hell, die Frage nach dem Abendessen eine zu viel. In dieser Folge nehme ich dich mit in eines der Themen, die mich in Gesprächen mit euch am häufigsten begegnen: Überstimulation. Ich zeige dir 7 ganz konkrete Zeichen, an denen du erkennst, dass dein Nervensystem gerade mehr verarbeitet, als es kann – bevor daraus ein kompletter Zusammenbruch wird. Wir schauen uns an, warum das bei hochsensiblen Menschen besonders oft passiert, was dir im akuten Moment wirklich hilft (und was eben nicht), und wie du im Alltag vorbeugst, statt immer nur hinterherzureagieren. Wenn du dich in dieser Folge wiedererkennst, ist das kein weiteres Etikett – sondern eine Einladung, dein Nervensystem endlich besser zu verstehen.

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Transkript anzeigen

00:00:00: Schön, dass du da bist und auch von mir ein fröhliches Hallo.

00:00:04: Kennst du das?

00:00:05: Du kommst nach Hause!

00:00:07: Eigentlich ist nichts Schlimmes passiert.

00:00:08: Kein Streit, kein Notfall... Und trotzdem fühlst du dich als könntest du gerade keinen einzigen Reiz mehr aufnehmen.

00:00:15: Das Licht ist zu hell Die Stimme deines Partners zu laut.

00:00:19: Selbst eine einfache Frage wie was möchtest du essen?

00:00:22: Fühlt sich an wie viel zuviel?

00:00:24: Genau darüber spreche ich heute mit dir.

00:00:26: Überstimulation Also der Punkt, an dem dein Nervensystem mehr verarbeitet als es gerade kann und wie du das frühzeitig erkennst bevor daraus ein kompletter Zusammenbruch wird.

00:00:40: Überstimulation bedeutet dass dein Nervensystem mehr Reize aufnimmt und verarbeitete als es in diesem Moment leisten kann.

00:00:48: Das können äußere Reize sein wie Geräusche Licht viele Menschen Zeitdruck etc.

00:00:54: Es können aber genauso innere Reze sein also Gedanken Gefühle Erwartungen, die du an dich selbst stellst.

00:01:02: Stell dir vor dein Nervensystem wäre ein Gefäß!

00:01:05: Den ganzen Tag überfüllt sich dieses Gefäss mit dem Gespräch im Meeting, mit dem Handy klingeln und der Sorge ob du heute noch alles schaffst – mit dem Gedränge in der Bahn.

00:01:16: Bei den meisten Menschen läuft das Gefäße irgendwann über.

00:01:20: Bei hochsensiblen Menschen füllte es sich schneller weil jeder Reiz tiefer verarbeitet wird statt nur oberflächlich registriert zu werden.

00:01:29: Wichtig ist, Überstimulation ist keine Schwäche und kein Zeichen dafür das mit dir etwas nicht stimmt.

00:01:36: Es ist eine ganz normale Reaktion deines Nervensystems, dass gerade an seine Kapazitätsskern zu kommt.

00:01:43: Überstimmuliert sein kann grundsätzlich jeder – bei hoch sensiblen Menschen passiert es nur schneller und intensiver!

00:01:52: Und da ich mal sieben zeichen für dich, dass dein Nerven-System gerade viel verarbeitet.

00:01:58: Also lass uns mal konkret werden.

00:02:00: Die sieben typischen Anzeichen, die zeigen du bist gerade überstimuliert.

00:02:06: Erstens kleine Dinge führen sich plötzlich riesig an.

00:02:10: Ein Geräusch das dich sonst gar nicht stört wird auf einmal unerträglich.

00:02:14: Vielleicht kennst Du das von Uhren, die du sonst nie hörst.

00:02:18: und auf einmal kriegst du dieses Ticken mit Und es ist in deinem Kopf und es ist sehr laut.

00:02:24: Zweitens du reagierst gereizter als du eigentlich möchtest Nicht weil du schlecht gelaunt bist, sondern weil du einfach keinen Puffer mehr hast.

00:02:34: Drittens – Du willst nur noch weg!

00:02:36: Aus dem Raum, aus dem Gespräch und der Situation.

00:02:40: Ohne dass du genau sagen könntest warum.

00:02:44: Fertens – Dein Körper meldet sich Stehendruck, flacher Atem, angespannte Schultern Manchmal auch Übelkeit oder ein flaues Gefühl im Magen.

00:02:55: Fünftens – Du kannst dich nicht konzentrieren.

00:02:59: Selbst einfache Aufgaben fühlen sich an, als würdest du durch Nebelding.

00:03:05: Sechstens Entscheidungen auch winzige werden irgendwie unmöglich.

00:03:11: was soll ich essen?

00:03:12: welchen politisch an?

00:03:13: und Du merkst wie absurd unverhältnismäßig anstrengend sich das gerade anfühlt.

00:03:19: Und siebten.

00:03:21: du Funktionierst zwar noch nach außen aber endlich bist du längst nicht mehr da.

00:03:26: Das ist vielleicht der Trügerischste Punkt, weil es von außen niemand sieht und du selbst das oft viel zu spät bemerkst.

00:03:36: Deswegen habe ich mal ein Beispiel aus dem Alltag für dich.

00:03:40: Stell dir einen ganz normalen Dienstdach vor.

00:03:42: Morgens ein volles Großraumbüro mittags ein spontanes Meeting, dass eigentlich nicht geplant war.

00:03:48: nachmittags noch drei Nachrichten auf die du reagieren musst und abends steht noch ein Familienessen an.

00:03:54: Für sich genommen ist keiner dieser Punkte ein Problem Zusammen allerdings kann das genau der Cocktail sein, der dich am Abend auf dem Sofa sitzen lässt, unfähig auch nur einen einzigen weiteren Gedanken zu finden oder eine Entscheidung zu treffen.

00:04:12: Nicht weil der Tag objektiv katastrophal war sondern weil sich die Reize einfach summiert haben.

00:04:20: Wenn du dich jetzt in einem oder mehreren dieser Punkte wiedererkennst muss es nicht automatisch heißen dass du hoch sensibel bist Aber es ist ein möglicher Zusammenhang.

00:04:31: Hochsensible Menschen verarbeiten Reize tiefer und gründlicher, das ist einerseits eine Stärke weil dadurch auch nur außen Zwischentöne und Zusammenhänge auffallen die anderen entgehen.

00:04:43: andererseits bedeutet dieselbe Tiefe der Verarbeitung eben auch dass die Kapazitätsgrenze schneller erreicht ist.

00:04:51: Das heißt nicht Dass du zu empfindlich bist.

00:04:54: Es heißt dass dein Nervensystem anders kalibriert Und dass es sich lohnt, das zu verstehen statt dagegen anzukämpfen.

00:05:04: Wenn du jetzt merkst, dass du gerade überstemmuliert bist helfen selten große Lösungen.

00:05:09: Es hilft den Reizpegel so schnell wie möglich zu senken.

00:05:13: Also reduzierer aktiv Reize wo du kannst Licht dem Geräusch runterdrehen wenn möglich den Raum wechseln Verschiebe was verschiebbar ist Nicht.

00:05:23: jede Entscheidung muss genau getroffen werden.

00:05:27: gibt deinem Nervensystem Zeit zur Verarbeitung.

00:05:30: Anstatt sofort wieder weiterzumachen, ein paar Minuten Stelle wirken oft mehr als man denkt.

00:05:36: Und wenn du gerade eine kurze Übung brauchst die dich schnell widererdet und dabei nicht zu viel Zeit kostet, hör dir unbedingt Folge Hunderten Sieben Neunzig an!

00:05:45: Da nehme ich Dich durch eine kurzen Erdungsübung mit, die genau für solche Momente gedacht ist.

00:05:53: Aber wie kannst Du jetzt über Stimulation langfristig vorbeugen?

00:05:57: Neben der akuten Entlastung lohnt es sich, den Alltag so zu gestalten dass du gar nicht erst so oft an diese Grenze kommst.

00:06:06: Feste Erholungsfenster Realistische Tagespläne wie mit Pufferzeiten und die Erlaubnis auch mal nein zu sagen bevor du komplett erschöpft bist.

00:06:17: Auch das bewusste Beobachten hilft.

00:06:20: Wenn Du im Rückblick auf einen anstrengenden Tag erkennst welche drei Vierreize sich da summiert haben Kannst du das nächste Mal früher gegensteuern, statt erst zu reagieren wenn das Gespä- fässt schon am überlaufen ist.

00:06:35: Und wenn Du Dich in dieser Folge wiedererkennst dann nimmt es nicht als weiteres Etikett sondern als Einladung Dein Nervensystem besser kennenzulernen.

00:06:44: Wenn Du herausfinden möchtest ob Hochsensibilität für dich ein passender Erklärungsrahmen ist findest Du in den Shownotz Den Link zum meinem kostenlosen Hochsensible Test.

00:06:55: Falls du das lieber in einem persönlichen Gespräch einorten möchtest, findest du dort auch den Link zu meinem kostenfreien Orientierungsgespräch.

00:07:03: Und es war's dann schon wieder für heute mit Frau sensibel!

00:07:06: Ich wünsch dir viel Spaß beim Endlich selbstwerden!

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