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#194 - Warum dein Nervensystem plötzlich die Notbremse zieht – Panikattacken und Hochsensibilität

Shownotes

Plötzlich rast das Herz, die Brust wird eng, der Atem geht nicht mehr richtig – und du weißt nicht warum. Panikattacken kommen bei hochsensiblen Menschen selten wirklich aus dem Nichts. Meist sind sie die Quittung für ein Nervensystem, das zu lange zu viel getragen hat. In dieser Folge spreche ich darüber, was wirklich dahintersteckt – und was dir in diesem Moment tatsächlich hilft. In dieser Folge erfährst du:

Warum hochsensible Menschen besonders häufig Panikattacken erleben Welche Warnsignale deinem Körper vorausgehen – oft schon Stunden vorher Drei konkrete Schritte, die im Moment des Alarms wirklich helfen Warum langfristige Veränderung früher beginnt als du denkst

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Transkript anzeigen

00:00:00: Schön, dass du da bist und auch von mir ein freuliches Hallo.

00:00:04: Ich möchte heute über etwas sprechen das viele kennen aber kaum jemand laut ausspricht Dieser Moment in dem dein Körper plötzlich macht was er will.

00:00:11: Das Herz rast Die Brust wird eng Der Atem geht nicht mehr richtig.

00:00:17: Du weißt Dass du nicht in Gefahr bist Und trotzdem reagiert dein System so als wärst du es.

00:00:23: ich kenne dieses Gefühl und ich erzähle dir heute Wann ich es zum ersten Mal wirklich verstanden habe.

00:00:29: Mein moment Mein Vater ist plötzlich gestorben.

00:00:32: Er war sechszig Jahre jung und wir hatten eine sehr tiefe Verbindung.

00:00:36: In den ersten Wochen danach habe ich funktioniert.

00:00:39: Ich habe alles geregelt Versicherung, Behörden die Beerdigung Die Unterlagen meiner Mutter.

00:00:44: Ich war präsent, ich war organisiert... ...ich war da.

00:00:48: Von außen hat es wahrscheinlich kompetent gewirkt.

00:00:51: Von innen hab' ich mich nicht wirklich gespürt.

00:00:54: Nicht was gerade passiert is', ich war im Modus Und dann irgendwann hat mein Körper entschieden Jetzt reicht es.

00:01:01: Der Brustbereich zog sich zusammen, Muskeln verkrampften die vorher nie bewusst wahrgenommen wurden.

00:01:08: ich konnte mich kaum noch bewegen war wie erst Start.

00:01:11: Ich hatte das Gefühl mein Herz wird zerrissen nicht nur gedanklich sondern körperlich.

00:01:17: Das war kein Herzinfarkt das war mein Nervensystem dass die Notbremse zog.

00:01:22: Erst viel später habe ich verstanden das war die Quittung dafür dass ich so lange funktioniert hatte dass ich so viel aufgenommen, gehalten und verarbeitet hatte ohne mir selbst wirklich Raum zu geben.

00:01:34: Wenn du ähnliche Momente kennst dann ist diese Folge für dich.

00:01:39: Was Panikattacken wirklich sind?

00:01:41: Viele hochsensitive Menschen erleben irgendwann Panikattacken Und die meisten haben vorher schon lange versucht herauszufinden was mit ihnen nicht stimmt.

00:01:49: War es zuviel Kaffee, zu wenig Schlaf, zuvier Stress?

00:01:53: Ja manchmal sind es diese Dinge aber oft steckt etwas anderes dahinter.

00:01:57: Panikattacken sind im Kern kein psychisches Problem oder keine Schwäche.

00:02:02: Sie sind eine Körperreaktion.

00:02:04: Dein Nervensystem bewertet eine Situation als gefährlich und reagiert entsprechend.

00:02:09: Das Herz rast, der Atem flacht Und Muskeln spannen sich an, schwitzen, zittern das Gefühl die Kontrolle zu verlieren.

00:02:19: Das Problem ist nur.

00:02:20: Die Gefahr ist oft gar nicht real Zumindest nicht von außen Aber dein System macht keinen Unterschied zwischen einem echten Angriff und einem überreizten erschöpften Nervensystem, das einfach nicht mehr kann.

00:02:33: Warum hochsensibel besonders betroffen sind?

00:02:36: Wenn du hochsensible bist verarbeitet deinen Nerven-System mehr – Mehr Reize, mehr Zwischentöne, mehr Stimmung, mehr innere Verarbeitung die von außen unsichtbar ist.

00:02:46: Das bedeutet Dein Nerven system läuft oft auf einem höheren Grundlevel als dass der anderen Menschen Nicht weil etwas nicht mit dir stimmt, sondern weil du anders ausgestattet bist.

00:02:58: Und wenn du dann dazu kommst dass du lange funktioniert hast ohne echte Pausen, ohne echten Rückzug oder ohne dir Selbstraum zu geben.

00:03:08: Dann ist das Nervensystem irgendwann so voll Dass selbst deine Kleinigkeit reicht um den Alarm auszulösen.

00:03:14: Eine Nachricht ein Geräusch ein Gespräch manchmal gar nichts wirklich Erkennbares und plötzlich ist sie da diese Welle.

00:03:21: Das ist keine Schwäche.

00:03:23: Das ist ein System, das zu lange zu viel getragen hat.

00:03:27: Woran du erkennst?

00:03:28: dass dein Nervensystem auf Alarm steht?

00:03:32: Es gibt Signale die einer Panikattacker oft vorausgehen manchmal schon Stunden oder Tage vorher.

00:03:38: Vielleicht erkennste das hier.

00:03:41: Du bist angespannt ohne zu wissen warum.

00:03:44: Dein Schlaf ist unruhig obwohl du müde bist.

00:03:47: Kleinigkeiten machen dich unverhältnismäßig gereizt.

00:03:50: Du atmest flacher als normal Merkst es aber erst, wenn du bewusst darauf achtest?

00:03:55: Du hast das Gefühl innerlich auf dem Sprung zu sein.

00:03:59: Das sind alles keine Zufälle!

00:04:01: Das ist dein System, dass dir schon früh sagt hier ist was zu viel.

00:04:07: Das Problem ist, dass viele hochsensiblen Menschen genau in diesem Moment noch mehr von sich verlangen.

00:04:12: Noch eine Aufgabe erledigen, noch ein Gespräch führen, noch weiter durchhalten und dann kommt der Moment, in dem dein Körper das übernimmt.

00:04:21: Was in diesen Moment hilft... Ich möchte dir heute drei Dinge mitgeben, die in dem Moment helfen können wenn dein System Alarm schlägt.

00:04:30: Erstens Erkenne was passiert ohne es zu bekämpfen.

00:04:35: Der erste Reflex bei einer Panikattack ist meistens dagegen anzukämpfen.

00:04:39: Nicht so atmen nicht so zittern das jetzt alles abstellen.

00:04:43: Das Problem dabei Jeder Kampf gegen den Alarm signalisiert einem Nervensystem dass die Gefahr real ist.

00:04:49: Es verstärkt sich also Was stattdessen hilft benennen.

00:04:55: Also sag einfach, mein Nervensystem schlägt gerade Alarm.

00:04:58: Ich bin nicht den Gefahren.

00:04:59: das geht vorbei!

00:05:00: Nicht weil das den Alarm sofort stoppt sondern weil du damit anfängst nicht mehr gegen dich selbst zu arbeiten.

00:05:08: Zweitens.

00:05:09: Geht zurück in den Körper.

00:05:11: Nicht in den Kopf der dreht sich gerade.

00:05:13: Gehe in den Körper beide Füße am Boden spürt den Kontakt leg vielleicht eine Hand auf dem Bauch oder die Brust und fühl die Wärme deiner eigenen Hand.

00:05:25: Länger ausatmen als einatmen.

00:05:27: Vier Sekunden einatman, sechs oder acht Sekunden ausatmenden Nicht tief- oder dramatisch einfach langsamer raus als rein Das Ausatmen aktiviert das parasympathischen Nervensystem.

00:05:41: Es gibt einem System der Signal Der Alarm darf langsam nachlassen.

00:05:47: Drittens Danach Raum geben nicht sofort weiter funktionieren.

00:05:52: Das ist der Teil der oft übersprungen wird.

00:05:55: Nach einer Panikattacke gibt es den Reflex, schnell weiterzumachen.

00:05:59: So tun als wäre nichts gewesen, den Alltag einfach fortsetzen.

00:06:03: Aber dein System hat gerade sehr viel verbraucht.

00:06:05: Es braucht jetzt Ruhe, wenig Input und Raum.

00:06:09: Nicht einen ganzen Tag.

00:06:10: manchmal reichen vielleicht zwanzig Minuten.

00:06:12: Ein ruhiger Raum kein Mobiltelefon keinen Gespräch Kein nächster Punkt auf deiner To-do Liste Einfach nur ankommen Was sich dadurch langfristig verändert.

00:06:24: Panikattacken sind selten ein einmaliges Ereignis, wenn das Grundmuster nicht angeschaut wird.

00:06:29: Das Grundmuster bei hochsensible Menschen ist oft dasselbe – zu lange zu viel aufgenommen, zu wenig echte Pausen und so viele Signale des Körpers ignoriert.

00:06:39: Langfristig hilft nicht Panikattacken zu verhindern indem du dich kleiner machst oder dein Leben einschränkst.

00:06:45: Es hilft früher auf die Signale deines Systems zu hören Bevor es also voll wird, dass der Alarm ausgelöst werden muss.

00:06:53: Das ist kein einmaliger Schritt, das ist eher ein Prozess und der beginnt oft mit einem einfachen Satz.

00:06:59: Ich nehme mein System ernst bevor es selbst die Notbremse ziehen muss.

00:07:04: Lass mich das kurz zusammenfassen!

00:07:06: Panikattacken bei hochsensiven Menschen sind oft keine plötzlichen zuverlingen Ereignisse – sie sind eher die Quittung für einen Nervensystem dass zu lange zu viel getragen hat.

00:07:17: Der erste Schritt ist nicht bekämpfen sondern erkennen und benennen.

00:07:20: Der zweite Schritt ist, den Körper anzusprechen und nicht den Kopf.

00:07:24: Und der dritte Schritt ist danach wirklich Raum zu geben – und langfristig früher auf die Signale zu hören bevor es zum Alarm kommt!

00:07:33: Wenn du jetzt merkst das Panikattacken oder ein dauerhaft überreiztes Nervensystem dein Leben gerade stark beeinflussen und du verstehen möchtest was dahinter steckst dann bucht dir gerne ein kostenfreies Orientierungsgespräch.

00:07:46: Wir schauen gemeinsam, was Dein System gerade braucht und welche nächsten Schritte für Dich stimmig sind.

00:07:51: Den Link dazu findest Du wie immer in den Schoennots!

00:07:54: Und das war's dann auch schon wieder für heute mit Frau Sensibel.

00:07:58: Ich wünsche Dir viel Spaß beim Endlich Selbstwerden.

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