#188 - Innerlich unruhig? Was dein Nervensystem dir sagen will
Shownotes
In dieser Folge geht es um innere Unruhe, ein überreiztes Nervensystem und die Frage, warum gerade hochsensible Menschen oft schwer abschalten können.
Du erfährst:
- warum innere Unruhe nicht einfach nur Kopfsache ist
- wie sich ein überreiztes Nervensystem im Alltag zeigen kann
- warum Hochsensibilität eine Rolle spielen kann
- weshalb „einfach entspannen“ oft nicht funktioniert
- welche fünf sanften Schritte dir helfen können, wieder ruhiger zu werden
Wichtiger Hinweis: Diese Folge ersetzt keine medizinische oder therapeutische Beratung. Wenn deine innere Unruhe sehr stark ist, lange anhält oder mit Panik, Schlafproblemen, körperlichen Beschwerden oder großem Leidensdruck verbunden ist, lass das bitte ärztlich oder therapeutisch abklären.
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Du bist müde, aber kommst nicht zur Ruhe? Dein Kopf läuft weiter, dein Körper bleibt angespannt und selbst kleine Dinge fühlen sich plötzlich zu viel an?
In dieser Folge spreche ich darüber, warum innere Unruhe oft kein Zeichen von Schwäche ist, sondern ein Signal deines Nervensystems. Gerade hochsensible Menschen nehmen viele Reize, Stimmungen und Erwartungen auf – oft mehr, als ihnen bewusst ist.
Du erfährst, woran du innere Überreizung erkennst, warum reines Nachdenken oft nicht hilft und welche sanften ersten Schritte dich wieder mehr in Ruhe, Klarheit und Verbindung mit dir bringen können.
Transkript anzeigen
00:00:00: Schön, dass du da bist und auch von mir ein fröhliches Hallo.
00:00:04: Kennst du dieses Gefühl?
00:00:06: Du sitzt eigentlich ruhig auf dem Sofa der Tag ist vorbei die wichtigsten Dinge sind erledigt Niemand will gerade etwas von dir.
00:00:14: Eigentlich könntest du jetzt durchatmen Und trotzdem ist da diese Unruhe Nicht unbedingt laut nicht unbedingt dramatisch aber sie ist da.
00:00:26: dein körper ist angespannt deinen Kopf springt von einem Gedanken zum nächsten, du denkst an eine Nachricht die du noch beantworten wolltest.
00:00:34: An ein Gespräch das irgendwie komisch war.
00:00:37: An eine Sache die du vielleicht falsch gesagt hast.
00:00:41: An morgen, an übermorgen alles gleichzeitig und während du äußerlich vielleicht ganz normal wirkst läuft in dein ganzes System ab eine ganze Hierarchie an Aufgaben gedanken Ideen.
00:00:57: Also vielleicht bist du müde, aber nicht ruhig.
00:00:59: Er schöpft aber aufgedreht still, aber innerlich unter Strom.
00:01:03: und irgendwann kommt dieser Gedanke was ist eigentlich los mit mir?
00:01:08: Warum kann ich mich einfach abschalten?
00:01:11: Genau darum geht es heute um innere Unruhe, um ein Nervensystem das nie richtig runterfährt und um die Frage warum das gerade für hochsensible Menschen so häufig ein Thema ist.
00:01:24: Also nochmal willkommen bei Frau Sensibel, dem Podcast für hochsensibler Fehlbegabte und das was nach einem ehrlicheren Leben ruft.
00:01:34: Ich bin Nicole Führing und heute schauen wir gemeinsam auf ein Gefühl dass viele kennen aber oft nicht einordnen können innerlich unruhig sein obwohl äußerlich gar nicht so viel passiert.
00:01:47: Und bevor wir einsteigen möchte ich noch etwas Wichtiges sagen.
00:01:50: Diese Folge setzt keine medizinische oder therapeutische Beratung.
00:01:55: Innere Unruhe kann viele Ursachen haben, Stress, Überforderungen, hormonelle Themen, Schilddrüse, Medikamente, Ängste, Trauma, Schlafmangel oder andere körperliche und psychische Belastung können eine Rolle spielen.
00:02:09: Wenn deine innere Unrur sehr stark ist lange anhält dich im Alltag massiv einschränkt oder mit Panik-Schlafproblemen körperlichen Beschwerden oder großem Leidensdruck verbunden ist, lasst es bitte ärztlich oder therapeutisch abklären.
00:02:26: Und gleichzeitig darfste diese Folge nutzen um dich selber besser zu verstehen nicht als Diagnose sondern als liebevolle Einordnung.
00:02:35: Steigen wir mal ein.
00:02:36: viele Menschen versuchen innere Ruhe und Ruhe mit dem Kopf zu lösen.
00:02:40: sie denken dann ich muss einfach mich mal beruhigen Ich darf mich nicht so anstellen oder ich muss positiver denken.
00:02:49: Eigentlich müsste ich alles im Griff haben, andere schaffen das doch auch.
00:02:52: Und dann beginnt der nächste Kreislauf!
00:02:56: Du bist innerlich unruhig, ärgerst dich darüber dass du innerlich ruhig bist und dann beobachtest du dich noch genauer Dann versuchst du dich zu kontrollieren und dadurch wird dein System oft noch angespannter.
00:03:08: Vielleicht kennst du das?
00:03:09: Du willst sich entspannen aber Entspannung wird zur Aufgabe.
00:03:14: Du willst schlafen Aber Schlafen wird zum Projekt.
00:03:18: Du willst loslassen, aber dein Kopf kontrolliert, ob du schon losgelassen hast.
00:03:22: Und ganz ehrlich?
00:03:24: Das ist unfassbar anstrengend!
00:03:27: Innerruppenruhe ist oft nicht einfach ein Denkfehler, sie ist häufig ein Körpersignal.
00:03:33: Dein Nervensystem sagt ihr damit vielleicht... Ich bin noch nicht sicher, ich bin auch noch nicht fertig.
00:03:38: Ich habe noch viel zu verarbeiten.
00:03:40: Wir haben noch so viele Eindrücke aufgenommen die müssen noch weggepackt werden und ich brauche eine Lastung.
00:03:46: Und genau hier wird es für hochsensible Menschen interessant.
00:03:50: Denn wenn du hochsensible bist, nimmst du oft mehr wahr als dir bewusst ist – nicht nur Geräusche, Licht oder Gerüche, auch Stimmung zwischen Töne, unausgesprochenen Erwartungen, Konflikte im Raum oder den Tonfall einer Nachricht.
00:04:05: dieses Zwischen den Zahlen wahrnehmen!
00:04:07: Die kleine Veränderung im Gesicht deines Gegenübers?
00:04:11: Das Gefühl dass irgendetwas nicht stimmt obwohl niemand etwas gesagt hat Das alles kommt irgendwo in dir an.
00:04:20: Vielleicht nicht immer direkt bewusst, aber dein System verarbeitet es trotzdem.
00:04:26: Hochsensibilität bedeutet nicht ich bin kaputt zu schwach oder nicht belastbar.
00:04:31: Sie bedeutet vielmehr das Reize auf der Intensiver wahrgenommen und tiefer verarbeitete werden Und das kann wunderschön sein.
00:04:38: Du spürst feine Stimmung du hast ein gutes Gespül für Menschen bemerkste Details Du kannst dich tief berühren lassen Du denkst gründlich und nimmst Dinge ernst.
00:04:49: Aber diese feine Wahrnehmung braucht Raum, wenn dieser Raum fehlt wird auch so eine Wahrnehnung schnell Überlastung.
00:05:00: Und vielleicht sagst du jetzt mein Tag wahr gar nicht objektiv schlimm also schlimm in Anführungsstrichen.
00:05:06: Vielleicht hattest du nur viele kleine Reize ein paar Nachrichten Ein Gespräch ein Geräusch irgendwas das dich genervt hat Eine Erwartungen ein schlechtes Gewissen Eine Entscheidung, ein Termin.
00:05:18: Ein ungeklärtes Gefühl Zeitdruck zu wenig essen oder zu wenig Ruhe.
00:05:25: Nichts davon für sich gesehen ist dramatisch aber dein Nervensystem zählt nicht nur die großen Katastrophen es sammelt auch die kleinen Dauerreize und irgendwann ist ein innerer Speicher voll.
00:05:40: Dann reicht eine Kleinigkeit eine Nachricht eine Frage Ein doofes Geräusch, ein Blick, eine zusätzliche Aufgabe.
00:05:50: Und plötzlich ist es zu viel!
00:05:52: Für andere wirkt das eventuell auch übertrieben – auch wenn es das nicht ist.
00:05:57: Dein System ist einfach voll und läuft in diesem Moment quasi über.
00:06:03: Innere Unruhe sieht nicht bei allen Menschen gleich aus.
00:06:08: Manche werden hektisch, andere ziehen sich zurück.
00:06:11: Mancher reden viel, andere werden ganz still….
00:06:14: Manche räumen plötzlich die ganze Küche oder andere Räume auf, andere legen sich auf Sofa und können sich trotzdem nicht entspannen.
00:06:22: Und vielleicht erkennst du dich in einem dieser Punkte wieder?
00:06:25: Du bist müde aber dein Körper bleibt angespannt!
00:06:28: Du möchtest Pause machen Aber innerlich fühlt sich alles falsch an Besonders dieses Nichts tun.
00:06:35: Du kannst schlecht einschlafen weil den Kopf erst abends richtig anfängt zu sortieren Oder du denkst lange über Gespräche nach ob du das falsch gemacht hast.
00:06:46: Oder du bist schnell gereizt, obwohl du eigentlich gar nicht so sein möchtest und vielleicht bist du auch nah am Wasser gebaut?
00:06:55: Du fühlst dich innerlich getrieben, obwohl ihr äußerlich gar keinen Zeitdruck hast!
00:07:00: Du brauchst Ruhe hältst dir aber kaum aus weil dann alles hochkommt was tagsüber keinen Platz hatte.
00:07:06: Und das ist ein wichtiger Punkt.
00:07:09: Viele hochsensitive Menschen funktionieren tagsüber erstaunlich gut.
00:07:12: sie halten durch Sie passen sich an Sie sind freundlich, machen weiter nehmen Rücksicht.
00:07:18: Erklären sich entschuldigen sich erledigen viel spüren viel aber sagen wenig.
00:07:24: und abends wenn endlich Ruhe wäre kommt das Nervensystem nicht sofort hinterher ist ja auch kein Wunder.
00:07:32: Aber dann beginnt der Körper erst zu verarbeiten und du denkst Warum bin ich jetzt so unruhig?
00:07:38: Es ist doch alles vorbei aber für dein System ist es vielleicht nicht vorbei.
00:07:43: Es beginnt gerade erst, alles einzusortieren und vielleicht hast du schon viele gute Tipps gehört.
00:07:50: also ich kenne das immer so.
00:07:52: macht auch mal Yoga atmermativ durch und denkt positiv oder geh spazieren mach dir nicht so viele Gedanken legt das Handy weg geh mal früher schlafen oder was weiß ich nicht alles?
00:08:03: Und ja manches davon kann helfen aber oft fehlt vorher etwas entscheidendes der richtige Zeitpunkt und die richtige Haltung.
00:08:15: Denn wenn dein Nervensystem schon im Alarm-Modus ist, dann fühlt sich selbst Entspannung manchmal wie Druck an!
00:08:23: Dann wird aus Yoga eine zusätzliche Aufgabe – Meditation einer nicht zu bewältigenden Prüfung und Ausselbsthersorge ein Punkt auf der Liste den du auch noch nicht richtig hinbekommst.
00:08:34: Und dann passiert etwas richtig Gemeines.
00:08:37: Du fühlst dich nicht nur unruhig, du fühlts dich zusätzlich falsch weil du Christian nicht zähn.
00:08:44: Und das, was ich jetzt sage kann ich gar nicht häufig genug wiederholen.
00:08:47: Du bist nicht falsch nur weil du nicht auf Knopfdruck ruhig wirst.
00:08:53: Ein Nervensystem beruhigt sich nicht nur... Nicht nur sondern nicht durch Druck.
00:08:59: Es beruhgt sich durch Sicherheit und Sicherheit entsteht nicht immer durch große Lösungen.
00:09:07: Manchmal entsteht sie durch sehr kleine aber wiederholte Signale.
00:09:12: So etwas wie Ich darf kurz, langsamer werden.
00:09:17: Ich muss jetzt nicht alles auf einmal lösen oder einfach dieses ich bin hier im Hier und Jetzt.
00:09:23: Ich spüre den Boden... ...ich atme!
00:09:27: Ich muss nicht gegen mich
00:09:29: kämpfen.".
00:09:32: Und was dein Nervensystem dann vielleicht braucht?
00:09:35: Also wenn du innerlich unruhig bist hilft nicht oft die Frage wie bekomme ich das jetzt sofort wieder weg?
00:09:42: Sondern manchmal ist es einfach hilfreicher zu sagen, was zeigt mir diese Unruhe gerade?
00:09:48: Vielleicht zeigt sie dir ich habe zu viele Reize aufgenommen.
00:09:52: Oder Ich brauche eine Grenze!
00:09:55: Ich habe zu lange funktioniert oder ich habe etwas geschluckt das eigentlich ausgesprochen werden möchte.
00:10:03: Ich brache Klarheit und vielleicht zeigst du dir auch, ich brache Ruhe aber nicht irgendeine Ruhe sondern eine Ruhe in der ich mich sicher und geborgen fühle Denn nicht jede Ruhe ist erholsam.
00:10:18: Kennst du das?
00:10:19: Du hast endlich freie Zeit und plötzlich wird es in dir lauter, weil dein System keine Ruhe braucht sondern auch ein Übergang in die Ruhe.
00:10:28: Und viele hochsensible Menschen gehen von hundert auf null und wundern sich dann dass sie bei Hundert bleiben.
00:10:34: Nach einem vollen Tag direkt auf dem Sofa zu liegen kann.
00:10:37: funktionieren muss aber nicht.
00:10:39: Manchmal braucht dein system erst eine Brücke eine Dusche, ein Spaziergang, ne Tasse Tee.
00:10:45: Zehn Minuten ohne Input vielleicht ein paar Sätze im Notizbuch Musik ohne Text, ne warme Decke oder irgendeinen klaren Abschluss des Tages nicht als Ritual das so perfekt sein muss wie in diesen ganzen Persönlichkeitsentwicklungsklischees.
00:11:02: es darf eher als ein Signal gedeutet werden Wie der Tag ist vorbei ich darf ankommen und deswegen habe ich mal Fünf samte Schritte bei innerer Unruhe für dich zusammengesammelt, die du ausprobieren kannst und zwar nicht als Vorgabe wie diese Persönlichkeitsentwicklung.
00:11:24: Du musst journalen oder du musst um fünf vor aufstehen und diese fünf Schritte durchführen sondern eher als Einladung freundlicher mit deinem System umzugehen.
00:11:36: der erste Schritt ist dass du dir Reize nicht erst reduzierst wenn du schon völlig erschöpft bist.
00:11:42: Viele Menschen warten nämlich bis nichts mehr geht, aber hochsensible Systeme profitieren davon wenn du selbst früher reagierst.
00:11:50: Das kann bedeuten dass du das Licht etwas dämmest dein Mobiltelefon wegligst vielleicht nicht erst um zehn sondern schon um acht keine Sprachen nachrichten mehr abends abhörst oder noch schnell diese jene oder andere drei Dinge erledigst einen Raum auch verlässt, wenn du merkst das sich verstört bevor du völlig überreizt bist oder nach einem intensiven Gespräch nicht direkt in das nächste Thema springst.
00:12:18: Das klingt einfach aber es ist eben für viele hochsensible Menschen schwer weil sie oft gelernt haben.
00:12:23: ich muss mich anpassen ich darf nicht schwierig sein Ich muss funktionieren.
00:12:29: Der nächste Tipp Dein Körper zuerst ansprechen.
00:12:32: Wenn dein Körper im Alarm ist kannst Du dich nicht immer in Ruhe hineindenken.
00:12:38: Das geht nicht sofort, dann braucht dein Körper ein klares Signal.
00:12:42: Vielleicht kannst du den Boden unter deinen Füßen spüren oder du legst eine Hand auf deinen Brustkorb oder deinen Bauch atmest etwas langsamer aus als du einatmest und schaust dich im Raum um und benenzt leise drei Dinge die du siehst.
00:12:58: vielleicht trinkst du etwas warmes Wasser?
00:13:00: Oder machst deine langsame Bewegung und streckst deine Schultern überhaupt irgendwie den Körper durchstrecken.
00:13:07: Das muss nicht spektakulär sein, aber dein Nervensystem braucht nicht immer so ein großes Programm oder so eine mega wirksame nach außensichtbare Erfahrung sondern manchmal sind auch ganz kleine Dinge.
00:13:22: also nur ne kleine Erinnerung ich bin hier Ich bin gerade nicht in Gefahr.
00:13:28: Ich darf langsamer werden.
00:13:31: Nächster Punkt Gedanken aus dem Kopf holen.
00:13:35: Ich habe sonst immer gesagt, die Ideen vom Kopf in die Hände bringen.
00:13:39: Wenn dein Kopf voll ist, versuche nicht das alles im Kopf zu ordnen sondern schreibe es auf und das muss nicht schön sein oder sortiert sondern einfach raus.
00:13:49: also das kann auch sein dass das totaler Bullshit.
00:13:53: Entschuldigung am Anfang ist.
00:13:54: aber Wenn du schreibst, was dich gerade beschäftigt oder was davon wirklich dringend ist worauf kann ich auch warten?
00:14:01: Oder was liegt nicht in meiner Verantwortung?
00:14:04: und was brauche ich morgen als ersten kleinen Schritt.
00:14:07: Wenn du das einfach aufschreibst dann ist es erstmal aus dem Kopf.
00:14:11: Du weißt dass du's notiert hast und kannst damit denken auch planen.
00:14:15: Und viele hochsehende Menschen tragen zu viel offene Schleifen im Kopf und jede offene schleife kostet dich Energie.
00:14:23: Und aufschreiben bedeutet nicht, dass alles gelöst ist.
00:14:25: Aber es muss nicht mehr alles gleichzeitig in dir kreisen.
00:14:31: und der nächste Punkt Übergänge schaffen.
00:14:34: Dieser Punkt ist besonders wichtig weil wir haben das eben schon gehört mit dem Ankommen des Klares Dass jetzt vorbei ist also dass du Übergänge einbaust.
00:14:45: viele von uns wechseln zu schnell von einem Reizraum in den nächsten.
00:14:49: Also vom Kundengespräch direkt in die E-Mails, vom Einkauf zur Familie, vom Konflikt direkt in ihre nächste Aufgabe und vom Bildschirm direkt ins Bett.
00:14:58: Dein Körper kommt da manchmal einfach nicht hinterher.
00:15:02: Und so ein Übergang kann zwei Minuten dauern.
00:15:04: also es muss jetzt nicht ultra lange vorbereitet oder geplant werden sondern vielleicht bleibst du kurz stehen, atmest oder öffnet einen Fenster oder trinkst ein Lastwasser.
00:15:16: Vielleicht wechselst du auch bewusst den Raum und sagst dir, das eine ist jetzt vorbei.
00:15:21: Das nächste beginnt gleich!
00:15:24: Das klingt klein und vielleicht eher witzig jetzt gerade.
00:15:27: aber für dein sensibles Nervensystem können solche Übergänge sehr groß sein Und last but not least die Unruhe nicht bekämpfen.
00:15:38: Der fünfte Schritt ist vielleicht der schwierigste Und zwar bekämpft wird die unruhe nich sofort.
00:15:45: Ich weiß wie unangenehm das sein kann, diese Unruhe.
00:15:48: Ich weiß dass du sie loswerten möchtest aber manchmal wird sie stärker wenn du sie wegdrücken willst.
00:15:56: und deswegen darfst du stattdessen innerlich einfach mal die Frage stellen was brauche ich gerade oder wovor versucht diese Unrur mich zu schützen?
00:16:06: Was war heute so viel?
00:16:08: Was habe ich übergangen?
00:16:10: welche Grenze hab' ich nicht ernst genommen?
00:16:13: Und da geht's nicht ums analysieren sondern eher wieder mit dir in Kontakt zu treten.
00:16:20: Der innere Unruhe ist oft auch der Kontaktverlust zu dir, zu deinem Körper.
00:16:25: Du hast so viel im Außen wahrgenommen dass du dich selber nicht mehr richtig spürst und der Weg zurück beginnt nicht mit Druck sondern mit dem Zuhören also dir selbst zuzuhören.
00:16:38: Und da sind wir dann auch beim Mustern.
00:16:40: Also wenn innere unruhe ein Muster ist Dass du dir antrainiert hast Denn es gibt immer wieder Tage, an denen innere Unruhe einfach dazugehört.
00:16:50: Und wir haben alle solche Phasen!
00:16:52: Aber wenn du merkst das innere unruhe zu einem Grundzustand geworden ist, lohnt es sich genauer hinzuschauen?
00:17:00: Einfach ehrlich – nicht panisch werden und das verurteilen sondern frag dich einfach lebst du dauerhaft über deine Grenzen?
00:17:08: Sagst Du vielleicht so oft ja, obwohl dein Körper schon lange hineingesagt
00:17:12: hat?!
00:17:13: Hast du genug echte Pausen oder nur pausen, in denen du innerlich weiterarbeitest?
00:17:20: Gibt es vielleicht Gespräche, Erwartungen oder Rollen die dich ständig anspannen.
00:17:25: Erlaubst du dir überhaupt sensibel zu sein oder versuchst sich jeden Tag dich härter zu machen?
00:17:31: Das sind keine kleinen Fragen das weiß ich aber sie können der Anfang von deiner Veränderung sein Denn manchmal ist innere Unruhe nicht das eigentliche Problem.
00:17:41: Manchmal ist sie der Hinweis auf ein Leben, das nicht mehr richtig zu deinem Nervensystem passt.
00:17:47: Und du darfst deine Hochsensibilität ernst nehmen!
00:17:51: Denn wenn du hoch sensibel bist brauchst du nicht mehr Druck Du brauchst mehr Wahrnehmung für dich selbst.
00:17:57: Du brauchest nicht ein härteres oder gezielteres Mindset.
00:18:02: Du brauchste vielleicht eher die Erlaubnis Deine Grenzen früher zu spüren und zu benennen.
00:18:08: Keine große Veränderungen sondern eher den ehrlichen Blick.
00:18:13: Was überfordert mich wirklich?
00:18:15: Was gibt mir halt, was bringt mich immer wieder in innere Unruhe und andersrum.
00:18:21: was beruhigt mich nicht nur kurzfristig sondern stärkt mich auch langfristig.
00:18:27: Und vielleicht ist genau das der Punkt an dem Hochsensibilität nicht nur ein Etikett für dich ist sondern eher ein Schlüssel zu deinem Waren selbst damit du verstehst warum bestimmte Dinge für dich anders wirken Warum einen voller Raum dich erschöpft Weshalb unausgesprochene Spannung dich beschäftigt, oder wieso du nach Gesprächen lange nachfühlst und warum du mehr Rückzug brauchst und dein Körper schneller Alarm schlägt.
00:18:55: Wenn du das verstehst kannst du anfangen anders mit dir umzugehen.
00:19:01: weniger gegen dich mehr mit dir.
00:19:06: Und innere Unruhe ist nicht automatisch ein Zeichen dafür dass mit dir etwas nicht stimmt.
00:19:12: manchmal ist sie ein Signal Also ein Signal deines Körpers, deines Nervensystems oder deiner Grenzen.
00:19:20: Vielleicht sagt sie... Es war zu viel!
00:19:24: Ich brauche Ruhe, Klarheit einen Übergang oder einen sicheren Raum.
00:19:30: ich brauch mich jetzt selber und vielleicht ist das heute der wichtigste Gedanke aus dieser Folge.
00:19:36: Du musst deine innere Unruhe nicht sofort besiegen.
00:19:40: Vielleicht darfst du zuerst lernen ihr zuzuhören Denn manchmal beginnt Ruhe genau dort, nicht im Kampf gegen dich sondern in dem Moment, indem du dich selber wieder ernst nimmst.
00:19:54: Und wenn du dich in dieser Folge wiedererkennst und dich fragst ob Hochsensibilität bei dir eine Rolle spielt findest du auf frauesensible.de den kostenlosen Hochsensibeltest.
00:20:04: Er dauert nur wenige Minuten und gibt dir eine erste Einschätzung.
00:20:09: Wenn du lieber erst einmal mehr über Hochsensibilität verstehen möchtest, findest du auf der Seite FrauSensible.de slash Hochsensible typischer Anzeichen Hintergründe und passende nächste Schritte.
00:20:21: Und wenn du merkst ich möchte das nicht nur verstehen sondern in meinem Alltag wirklich etwas verändern dann kann ein kostenfreies Orientierungsgespräch ein sinnvoller nächster Schritt sein.
00:20:32: Da schauen wir gemeinsam wo du gerade stehst was dich im Alltag am meisten belastet und welcher nächste Schritt dich spürbar entlasten kann.
00:20:40: Alle Links findest du, wie immer in den Schoennunz.
00:20:43: Ich freue mich von dir zu hören – das war's dann auch schon wieder für heute mit Frau Sensibel!
00:20:48: Ich wünsche dir viel Spaß beim Endlich selbstwerden!
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